Endometriose 2016-11-13T09:58:18+00:00

Endometriose

Eine oft verborgene Krankheit.

Häufige Erkrankung der Frau, bei welcher sich Gebärmutterschleimhaut – die innere Auskleidung der Gebärmutter – ausserhalb der Gebärmutterhöhle absiedelt und Zysten und/oder Narben hervorruft. Es gibt verschiedene Theorien, wieso die Gebärmutterschleimhaut „auswandert“ und Schaden verursacht. Am häufigsten kommt wohl die sogenannte „retrograde Menstruation“ vor – während der Menstruation fliesst ein Teil des Bluts nicht durch die Scheide ab, sondern fliesst rückwärts durch die Eileiter in die Bauchhöhle. Dies ist an sich ein normales Phänomen; ebenso normal ist es, dass sich in diesem Blut noch lebende Schleimhautzellen befinden.

Nicht normal ist aber, wenn diese Schleimhautzellen sich absiedeln, vermehren und den Zyklus der Frau mitmachen. Dann bilden sich bei der nächsten Menstruation Abfallprodukte, welche aber nicht abfliessen können. Diese Abfallprodukte bewirken eine Art Entzündungsreaktion des Körpers mit vermehrter Durchblutung, Schmerzen und Narbenbildung.

Man schätzt, dass 5 bis 10 Prozent aller Frauen an Endometriose leiden. Das Ausmass der Endometriose geht aber nicht parallel mit den Symptomen – manche Frauen spüren ihre Endometriose gar nicht, andere wiederum haben frühzeitig intensive Schmerzen oder sind unfruchtbar.

Symptome der Endometriose

  • vermehrte Schmerzen bei der Menstruation
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, insbesondere schmerzhafte Punkte tief im Becken der Frau
    (nicht zu verwechseln mit den Schmerzen beim Eindringen des Partners, die meistens mit Verkrampfung und ungenügender Feuchtigkeit zusammenhängen)
  • unerfüllter Kinderwunsch (Sterilität). Endometriose kann die Eileiter verschliessen, Zysten am Eierstock bilden (welche den Eisprung behindern) und das chemische Milieu im kleinen Becken der Frau stören. Manche Frauen werden nur schon deshalb nicht schwanger, weil sie aus Angst vor Schmerzen seltener Verkehr haben. Für weitere Informationen siehe Kapitel Kinderwunsch.

Weitere mögliche Symptome sind:

  • Unwohlsein, Migräne, Fieber
  • Zu häufige oder zu starke Menstruationsblutungen (besonders bei Endometriosebefall des Gebärmuttermuskels)
  • Blutabgang mit dem Urin oder dem Stuhl während der Menstruation (kann auf einen Befall von Blase und Darm hindeuten)
  • Chronische (nicht zyklusabhängige) Unterleibsschmerzen

Diagnose und Behandlung der Endometriose

Die Endometriose ist eine Krankheit des Bauchfells. Die Diagnose kann nur gestellt werden, wenn man die Bauchhöhle besichtigt und allenfalls Gewebeproben entnimmt; dies geschieht mit der Bauchspiegelung (Laparoskopie) in Narkose.

Dazu gehört auch, dass Sie ehrlich miteinander bereden, ob Ihr Kinderwunsch vielleicht unterschiedlich stark ist. Das hilft, eventuellen späteren Enttäuschungen oder Zerwürfnissen vorzubeugen und eine gemeinsame Marschrichtung zu finden. Es tut Paaren gut, sich bewusst zu machen, was beide Partner unabhängig von Ihrem Kinderwunsch miteinander verbindet. Da war doch was – und das ist sehr viel wert! Ihre Partnerschaft verdient bewusst gesetzte Glanzpunkte im Alltag, die nicht durch den Kinderwunsch bestimmt sind. Momente, die Sie einfach miteinander genießen.

Die Zeit, in der ein Paar auf ein Baby hofft, hat selbstverständlich auch gute Seiten. Viele Paare erleben sich als gute Teamspieler, die sich miteinander immer wieder aufrappeln. Der lange Weg zum Kinderglück macht sie sensibler füreinander und schweißt sie noch enger zusammen. Das zeigen auch die Scheidungsraten: Die sind bei Kinderwunsch-Paaren deutlich niedriger als bei denen, die auf normalem Weg Kinder bekommen.