2016-11-13T09:58:18+00:00

Fruchtbarkeit & Lebensstil

Fruchtbarkeit & Nikotin

Niemand wird heutzutage die allgemein gesundheitsschädlichen Auswirkungen des Rauchens anzweifeln wollen. Auch auf die Fruchtbarkeit des Menschen wirkt sich das Rauchen nachteilig aus. Im Tabakrauch sind mehr als 1000 Chemikalien enthalten; hier sollen nur Anilin, Cadmium, Cotinin, Kohlenmonoxid, Dioxine, Arsen,… genannt werden.
Raucherinnen haben eine verlängerte Wartezeit bis zum Eintritt einer Schwangerschaft. Die Chance auf Eintritt einer Schwangerschaft ist auch im Rahmen einer Kinderwunschtherapie vermindert. Während einer Schwangerschaft ist das Risiko für Fehlgeburten und Mangelentwicklung des Kindes bei Raucherinnen gesteigert. Raucherinnen kommen früher in die Wechseljahre als Nichtraucherinnen. Auch ist die Spermienbeweglichkeit ist bei Rauchern herabgesetzt.
Daher ist es sinnvoll, das Rauchen bereits vor dem Beginn einer Kinderwunschtherapie einzustellen.

Fruchtbarkeit & Körpergewicht

Sowohl Unter-, als auch Übergewicht können die Fruchtbarkeit der Frau negativ beeinflussen. Etwa jeder sechste Bundesbürger hat inzwischen Übergewicht. Das Fettgewebe verhält sich hierbei wie ein hormonproduzierendes Organ. Ein zu hoher Fettanteil im Körper der Frau wirkt sich daher auf den Zyklus aus: Frauen mit Übergewicht haben häufiger Zyklusstörungen. Außerdem tritt neben dem Übergewicht oft ein erhöhter Insulinspiegel auf. Dieser hat direkten Einfluß auf die Funktion der Eierstöcke. Ein angemessenes Körpergewicht ist also eine wichtige Voraussetzung für die Fortpflanzung. Vorhandenes Übergewicht abzubauen, erhöht die Chancen auf Eintritt einer Schwangerschaft – auch im Rahmen einer Kinderwunschtherapie.
Zur Einschätzung des Körpergewichtes errechnet man heutzutage meist den sog. body mass index (BMI):

Körpergewicht in Kilogramm
————————————————- = BMI
Körpergröße (m) x Körpergröße (m)

Der nach dieser Formel errechnete Wert sollte bei Frauen zwischen 20 bis 25 liegen.

Ein Wert >30 signalisiert Übergewicht.

Auch Untergewicht ( ein BMI<18 ) beeinträchtigt die Fruchtbarkeit – Zyklusstörungen bis hin zum Ausbleiben des Eisprunges können auftreten.

Fruchtbarkeit & Stress

Ohne Stress kann der Mensch nicht leben. Denn für viele Situationen braucht er eine erhöhte Leistungsbereitschaft. Bei Stress werden bestimmte Hormone im Körper ausgeschüttet. Sie stoßen verschiedenste körperliche Reaktionen an: Das Herz schlägt schneller, Gehirn und Lunge werden besser versorgt, die Sinne sind geschärft. An und für sich ist das nichts Schlechtes. Das Problem entsteht erst, wenn dieser Zustand anhält.

Wenn negativer Stress Ihr Leben belastet, sollten Sie fachkundige Hilfe suchen. In therapeutischen Gesprächen können Sie wirksame Strategien entwickeln mit Stress umzugehen. Neben einer Therapie können auch Yoga oder andere meditative Verfahren, Entspannungs- oder Atemtechniken helfen.